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Babytragen & Tragetücher


Welche Tragehilfe fürs Baby passt am besten zu mir?

Was die beste Tragehilfe fürs Baby ist, ist eine der ersten Fragen die du dir stellst, sobald dein Goldschatz das Licht der Welt erblickt hat. Immerhin möchtest du deinen größten Schatz sicher an deiner Seite zu wissen. Dafür sind Tragehilfen fürs Baby perfekt. Ein reichhaltiges Angebot an verschiedensten Ausführungen existiert auf dem Markt. Hersteller werben mit den verlockensten Angeboten. Doch welche generellen Unterschiede haben die verschiedenen Tragemöglichkeiten aufzuweisen? Und welche passen am besten zu meinen Bedürfnissen und denen des Babys? Nicht nur die Sicherheit für das kleine Geschöpf steht im Vordergrund, sondern auch der eigene Tragekomfort und die Langlebigkeit der Trage. Die Größe sollte sowohl auf die Ausmaße des Babys abgestimmt sein, als auch auf die eigene Körpergröße um den längeren Gebrauch angenehm zu gestalten. Natürlich spielen auch die verwendeten Materialien eine Rolle. Babytragen Test können da ein gutes Indiz für die Verträglichkeit der Materialien sein. Stiftung Warentest und der ADAC führen regelmäßig Tests  von Babytragen durch. Einige Dinge sind für jede Trageart zu beachten. Hierbei ist essentiell, dass sich das Kind in einer aufrechten Position befindet. Die Stützung von Po, Rücken und Oberschenkeln in Anhock-Spreizhaltung sollte gewährleistet werden. Natürlich sollten hierbei das Kind nicht in der natürlichen Bewegung eingeschränkt werden oder so festgezurrt werden, dass Quetschungen entstehen. Um dies zu gewährleisten gibt es unterschiedliche Tragesysteme. Grundsätzlich werden folgende Typen von Tragen unterschieden.

 

Das Tragetuch oder Manduca. Gewebte Sicherheit der Tragehilfe.

Das Tragetuch ist die klassischste Möglichkeit dein Baby zu transportieren. Oft wird als synonym auch der Begriff Manduca verwendet. Dahinter steckt eigentlich der etablierte Tragenhersteller. Ähnlich wie Tempo für Taschentücher hat sich der Markenname als Produktname eingebürgert. Der größte Vorteil ist die Flexibilität in der Größenverstellung des Tuches. Das Tuch kann jederzeit auf das Wachstum des Babys angepasst werden. Jedoch sollte bei leichten Kindern oder Neugeborenen ein elastisches Tragetuch verwendet werden. Ob am Bauch, auf dem Rücken oder an der Hüfte. Durch die vielfältigen Möglichkeiten das Tuch zu binden kann gut auf die Tragegewohnheiten und den Komfort des Trägers eingegangen werden. Nähe zwischen der Trageperson und dem Zögling werden sichergestellt. Und seien wir mal ehrlich. Wer möchte seinen kleinen Racker nicht gerne nah an sich haben?

Sollte das kleine Wesen im Tragetuch gefüttert werden und sich dabei noch etwas ungeschickt anstellen kann das Tuch kinderleicht gereinigt werden. Einfach mit in die Waschmaschine gemäß Etikettangaben geben. Doch wie haben sich die klassischen Tragetücher mit der Zeit weiterentwickelt?

 

Die Komforttrage. Fortschritt durch Technik der Tragehilfe.

Die Komforttrage nimmt die Furcht den Schutzbefohlenen durch eine fehlerhafte Wickeltechnik beim tragen zu verlieren. Nie könnte man sich die daraus resultierenden Verletzungen des Babys verzeihen. Sollte man diesbezüglich unsicher sein sind Komforttragehilfen die perfekte Lösung. Sie werden ähnlich wie bei einem Rucksack über Klettverschlüsse und Gurte befestigt. Also sind keine langen Bänder zum knoten vorhanden. in der Regel kann man dabei sein Kind entweder auf dem Rücken oder vor dem Bauch tragen. Einige bieten sogar die Möglichkeit das Baby auf der Hüfte zu tragen. Also wird die gleiche Flexibilität im Einsatz wie bei herkömmlichen Tragetüchern gewährleistet. Aber Achtung! Meist sind diese Tragen erst ab einem Alter  von 4-6 Monate passend. Jedoch sind bei vielen Modellen Neugeboreneneinsätze verfügbar. Jedoch gibt es auch ideal auf Neugeborene zugeschnittene Lösungen!

 

Der Mei Tai. Asiatische Einflüsse in deiner Tragehilfe.

Auch wenn beim Mei Tai die erste assoziation vielleicht der letzte Cocktailabend mit den Mädels ist, handelt es sich hierbei um eine traditionelle Tragehilfe aus dem asiatischen  Raum. Durch die Möglichkeit die Schulter- und Taliengurte zu binden wird ermöglicht das Baby vor dem Bauch oder auf dem Rücken getragen. Ähnlich wie beim klassischen Tragetuch ist es einfach auf Größenveränderungen des Babys zu reagieren. Durch die Form des Mei Tais sind Kopfstützen nicht notwendig. Durch die Kante an ihm, die verstellbar ist, kann man den Kopf des Kleinen ideal stützen. Dies ist gerade bei Neugeborenen notwendig, da die Nackenmuskulatur noch sehr schwach ist.

 

Der Sling. Tragehilfe mit Ring.

Der Sling schafft Abhilfe bei Problemen mit der Wicklung von Babytüchern. Kein Grund mit der Wickeltechnik zu ringen. Mithilfe von zwei großen Ringen an den Enden der Stoffschärpe wird sie einfach festgezogen, wenn das Baby Platz genommen hat. Diese Einfachheit bringt jedoch leider einen Nachteil mit sich. Die Verteilung des Gewichts des Babys ist nicht ideal. Lange Tragezeiten können für den Träger sehr unangenehm werden. Für ausgiebige Tragetouren sind Komfortragen eine angenehmere Lösung.

 

Der Tragesack. Die Katze im Sack oder perfekte Tragehilfe?

Ein Tragesack ist die richtige Wahl für dich solltest du dich mit deinem Schwangerschaftsbauch recht wohl gefühlt haben. Die Form ist dem Bauch nachempfunden und bietet dem Baby viel Komfort, ohne die Sicherheit zu verringern. Das Baby sitzt fest in einem weiteren Innensack. Sehr bekannt ist hierbei der Glückskäfer Tragesack, der durch verstellbare Zugbänder den Tragekomfort erhöht. Druckknöpfe erlauben die individuelle Anpassung für Träger und Getragenen.

 

Wickeltechniken für Tragetücher

Die richtige Wickeltechnik ist essentiell für das nutzen von Tragetüchern. Das Tragetuch zu binden, gerade bei Neugeborenen, ist eine Herausforderung für sich. Doch mit ein bisschen Übung ist auch da Sicherheit fürs Baby gut zu gewährleisten. Folge einfach unserem drei Steps Programm

 

Step 1: Vorbereitung des Tuches

Breite das Tragetuch einfach vor dir aus. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass es nicht verdreht ist. Die meisten Hersteller legen eine Anleitung zum Binden bei. Diese sollte beherzigt werden.

 

Step 2: Baby ins Tuch

In der Regel legt  man sich das Kind erst über die Schulter und lässt es dann vorsichtig in das Tuch gleiten. Stellen Sie dabei den Halt des Kindes immer sicher, nicht, dass der Kleine aus ihrer Hand rutscht und sich verletzt

 

Step 3: Festen Halt gewährleisten

Dies ist der wohl wichtigste Schritt. Stellen Sie sicher, dass der Knoten festgezogen ist. Dabei sollte das Kind fest sitzen, aber nicht gequetscht werden

Videoanleitung für die Känguru Wickeltechnik:

https://youtu.be/BeHU4fPApXA

Kurzgesagt. Unterschiede der Tragehilfen

 

Tragetuch:

Verwendbar als Bauch-, Hüften- und Rückentrage

einfache Reinigung

Bindetechnik muss erlernt werden

Neugeborene nur mit elastischen Tragetücher

 

Komforttrage:

Sehr benutzerfreundlich

meist ab einem Alter  von 4-6 Monaten nutzbar

 

Mei Tai:

Verwendbar als Bauch- und Rückentrage

in der Regel auch für Neugeborene geeignet

Nutzbar bis zum Tragezeitende

 

Tragesack:

Verwendbar als Bauchtrage

Ab der Geburt nutzbar

 

Die Tragejacke. Abseits der Tragehilfen.

Tragejacken sind ideal bei eisige Temperaturen oder Schneefall und Regen. Denn dies sind Einflüsse, die das Verwenden von den meisten Tragehilfen stark einschränken. Gerade wenn man draußen mit dem Baby unterwegs ist und dann von einem Regenschauer überrascht wird kann sich das Baby durch das durchnässen in dem Tragetuch schnell unterkühlen. Wasserfeste und windbeständige Tragejacken bieten da ideale abhilfe. Durch wasserabweisende Beschichtungen wird optimaler Schutz vor Nässe für Baby und Träger gewährleistet. Besonders praktisch ist, dass die meisten Tragejacken so gestaltet werden, dass sie eine herausnehmbare Erweiterung haben, sodass sie auch während der Schwangerschaft und ohne Kind getragen werden kann.

Sollte das Wetter nicht ganz so schlecht sein, kann man auch Tragepullover verwenden. Sie bieten genug wohlige Wärme für das Baby für kühle Tage.

 

Die Qual der Wahl. Das Material der Tragehilfen

Auch wenn uns der Entdeckungs- und Erkundungsdrang des kleinen Wesens erfreut, kann er für das Baby doch Gefahren schaffen. Nimmt es die Tragehilfe in den Mund und enthält diese Schadstoffe, kann das den Magen des Babys schnell verderben oder schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Im Regelfall sind sich die Hersteller jedoch dieser Gefahr bewusst und nutzen deshalb schadstofffreie Materialien. Ein Blick auf die verwendeten Materialien lohnt jedoch trotzdem.

Tragetücher bestehen meist aus gewebten Stoffen. Achtsam sollte man sein ob Polyester oder Baumwolle verwendet wird. Polyester ist zwar sehr widerstandsfähig und günstig, kann mit Schweiß jedoch nicht so gut umgehen. Baumwolle ist hingegen wesentlich atmungsaktiver und kann den aufgesaugten Schweiß nach draußen ableiten. Dies sollte auch bei Innenfuttern beachtet werden.

Bei Tragehilfen die noch weitere Bänder besitzen wie zum Beispiel der Tragesack von Glückskäfer sollte beachtet werden, dass sich das Baby daran nicht strangulieren kann. Nicht, dass ein Unglück geschieht, wenn das Baby während des Tragens mit den Schnüren spielt.